Mein Ender 3 Pro hat mittlerweile 6 Jahre am Buckel, und immer wieder bin ich auf das Problem der "zu kleinen" Bauplatte gestossen. Das gepaart mit dem stark aufkommendem Thema "Multifarbdruck" hat mich in die Richtung gelenkt, dass mein Ender ein Geschwisterchen braucht!
Im Sommer kamen dann die Gerüchte raus, das Snapmaker einen "Multi-Toolhead" Drucker rausbringen möchte und da dachte ich mir nur "na wenn der Preis passt, kann man ja überlegen.
Über den, für eine renommierte Firma wie Snapmaker, ungewöhnlichen Weg Kickstarter bin ich dann wirklich beim Snapmaker U1 gelandet. Bei dem Preis musste ich einfach zuschlagen.
Und dieser Drucker hat es wirklich in sich – und das ohne kompliziert zu werden.
Mehr Farbe, weniger Stress
Und der Drucker hält definitiv was er verspricht: Multi-Color-Drucken ohne ewiges Purge-Gefummel und massiven Material-Müll. Dank seines cleveren SnapSwap™-Systems hat der U1 vier unabhängige Extruder, die blitzschnell (in ca. 5 Sekunden!) wechseln – und dabei wird nur das wirklich verbrauchte Filament gewechselt, nicht Berge davon „weggewaschen“. Das spart bis zu 80 % Filament-Abfall und schont den Geldbeutel.
Das heißt konkret: Du kannst mehrfarbige Modellteile, kreative Kunstwerke oder unterschiedliche Materialien drucken, ohne dich mit komplizierten Filamentwechseln herumzuschlagen.
Einsteigerfreundlich – aber ohne Abstriche
Auch wenn der U1 technisch einiges draufhat, ist er alles andere als ein „Bastel-Monster“:
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Die automatische Kalibrierung und Bed-Leveling-Funktionen sorgen dafür, dass die erste Schicht sitzt – ohne langes Rumprobieren.
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Dank eingebautem Touchscreen und App-Steuerung kannst du Drucke bequem starten, überwachen oder pausieren .... auch von unterwegs.
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Die vollständige Smart-Filament-Verwaltung bringen dir Komfort, den man sonst nur von deutlich teureren Maschinen kennt.
Kurz gesagt: Ist der Ender 3 Pro ein Bastelgerät, bei dem viel herumprobieren muss, nimmt dir der U1 viele „typischen Anfänger-Hürden“ ab – ideal für Einsteigerinnen und Einsteiger, die sofort losdrucken wollen. Es ist faszinierend wie sich die Technik in diesen 6 Jahren weiterentwickelt hat.
Leistung trifft Kreativität
Auch wenn du etwas anspruchsvollere Projekte anpacken willst, ist der U1 eine gute Wahl:
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Mit seinem 270 × 270 × 270 mm großen Bauraum hast du genug Platz für größere Figuren oder spannende Prototypen.
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Die CoreXY-Mechanik sorgt für stabile und zugleich schnelle Druckbewegungen, während intelligente Software-Algorithmen für saubere Details sorgen.
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Außerdem kannst du, wie bereits erwähnt, nicht nur farbig drucken, sondern auch unterschiedlichste Materialien kombinieren – von PLA und PETG bis TPU oder wasserlöslichen Stützen. Ich verwende derzeit intensiver die Kombination von PLA zum Drucken und PETG für die Supports -> Das Ergebnis sind Stützen die kinderleicht entfernt werden können.
Im Betrieb
Im bisherigen Betrieb konnte ich mich davon überzeugen, dass der Snapmaker U1
- Schnell ist,
- sehr feine Details drucken kann, und
- mit unterschiedlichen Materialien gut zurecht kommt.
Ich hatte bisher 3 Fehldrucke, und bei allen 3 war der Fehler bei mir selbst zu suchen.
Der Drucker ist einfach zu bedienen und benötigt eigentlich keine Sondereinstellungen.
Lediglich die Lautstärke fällt auf, vor allem wenn ein umgebauter Ender 3 Pro daneben steht, der gerade mal eine Lautstärke von 22DB hat.
Die beim U1 gemessenen durchschnittlichen 50DB-55DB sind, im Vergleich mit ähnlichen Druckern, aber ein sehr guter Durchschnitt.
Fazit: Perfekt für Einsteiger – groß genug für echte Projekte
Der Snapmaker U1 ist für mich ein echtes Highlight unter den 3D-Druckern: Lässig im Umgang, clever in der Technik und stets bereit für das nächstes kreative Projekt.
Für alle, die sich in die bunte Welt des 3D-Drucks stürzen wollen und schon von ersten Mehrfarben-Designs träumen, ist er eine fantastische Wahl – ohne dass man ein Tüftel-Genie sein muss. Und das ganze mit einem fantastischen Preis/Leistungsverhältnis.
Von mir gibts eine absolute Kaufempfehlung!