Eine einfache Wuchtvorrichtung

Bei den ersten Turbinen die ich baute, gab es leider immer das Problem mit unwuchtigen Laufrädern. Diese Unwucht machte sich in einem unangenehmen Pfeifton bemerkbar.

Im Laufe der Zeit gingen dann die Lager kaputt, wenn sich nicht vorher einige ungesicherte Schrauben lösten. Unangenehm waren dann die lockeren Schrauben, wenn sie durch das Turbinenlaufrad flogen.

Die Anfangs durchgeführte Fingerwuchtmethode war zwar einfach, aber nicht ziel führend. Ich habe mir dann eine, meinem Maschinenpark entsprechende Wuchtmaschine selbst gebaut. Bitte nicht lachen, aber die Ergebnisse sprachen dafür.

Aus Abfällen wurden 4 Steher gefertigt. An diesen Steher wurden dann aus Sperrholz gefertigte Lageraufnahmen mittels Federbandstahl befestigt. Die Lageraufnahmen haben eingeklebte Messingrohre, die auf zwei Piezo-Abnehmer drücken. Zwei Federn garantieren den entsprechenden Druck auf die Abnehmer.

Ein 12 Volt Motor ( ausgeschlachtet aus einem alten Videorekorder ) dient als Antrieb. Die Verbindung von Motor zu Welle erfüllt ein O-Ring. Die Messung der Unwucht erfolgt mit einem normalen Voltmeter. Zuerst wird nur die Welle, mit neuen guten Kugellager aufgelegt und so ein Referenzwert ( in Volt ) ermittelt.

Dann wird das Turbinenrad auf die Welle aufgezogen, und die Mutter fest angezogen. Ein Drehmomentschlüssel ist ideal.

Dann versucht man die Unwucht mittels aufzuklebender Klebestreifen zu ermitteln. Vorwuchten mit einem Popellerwuchtgerät erspart eine Menge Zeit. Es wird dann geklebt und solange gemessen, bis die Unwucht fast nicht mehr zu spüren ist.

Gegenüber der Klebestreifen wird dann das Rad so lange geschliffen, bis kein Klebestreifen mehr benötigt wird. Wenn der Referenzwert ( in Volt ) der Welle erreicht worden ist, dann ist das Rad absolut wuchtig. Das Gleiche sollte auch mit dem Verdichterrad gemacht werden.

Vor dem Zerlegen natürlich beide Räder und Welle markieren. Dem Fliegen steht dann nichts mehr im Wege.

 

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