3D Druck - Die ersten Monate

Nach einigen Monaten, und einigen Drucken (für manche Personen fast schon zu viele Drucke *gg*) habe ich doch einige Erfahrungen gemacht, die ich gerne mit euch teilen mag. 

 

Silent Board

Tja das Silent Board hat sich wirklich ausgezahlt. Der Druckvorgang ist um ein vielfaches leiser und die Drucke etwas schöner bzw. präziser. 

Ich würde das schon als "Must-Have" Upgrade bezeichnen. Und die Installation ist wirklich kinderleicht. 

Sonstige Geräuschquellen

Mit dem Silent Board ist in der Theorie eigentlich nur mehr das sanfte Rauschen der Lüfter zu hören. Ich habe aber hin und wieder ein "sanftes" Quietschen (hab ich schon mal geschrieben), wenn der Faden hin und her gezogen wird. 

Dass die Spule jetzt auf der Seite ist, neben dem Druckkopf brachte einiges an Besserung, aber nach etwas Rätselei konnte ich meine Filament-Führung als weitere Quelle des Quietschens identifizieren. 

Ich werden mir nun eine neue Filamentführung drucken, und gehe stark davon aus, dass der Drucker nun auch nicht mehr Quietscht. 

Filamentführung (Thingiverse)

Update: ein paar Tage später kann ich sagen, das diese Filament-Führung zum gewünschten Erfolg geführt hat. Durch die Rollenführung entsteht weniger Reibung und jetzt ist der Druck von Anfang bis Ende Geräuschfrei.

Filament

Ich hab einige wenige Filamente ausprobiert, und bin eigentlich immer wieder zum ECO-PLA der Firma 3D Jake zurückgekommen. Das funktioniert bei mir absolut problemlos. 

Ich arbeite hier mit einer Nozzle-Temperatur von 205° und einer Bett-Temperatur von 55°.

Spulenhalterung

Bei meinem Filament ist bei der Rolle ein sehr großer Durchmesser. Ich empfehle dringend hier entsprechende passende Adapter für den Spulenhalter des Ender 3 zu drucken. 

Der Grund ist ganz einfach. Gerade wenn die Spule noch frisch und schwer ist, oder beim Druck die Retraction (als das zurückschieben) oft vorkommt, kommt es zu Schwingungen bei der Rolle und das Filament kann nicht gleichmäßig geholt werden. 

Dieser Adapter hat die Druckqualität um einiges verbessert. 

Retraction - Stringing

Ich hatte zeitweise das Problem vieler dünner Fäden wenn der Druckkopf im Leerlauf bewegt wird. In Foren wird hier oft nur die Temperatur des Filaments angesprochen. 

Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass die Cura-Einstellung für die Retraction hier das wichtigste ist. 
kurz zusammengefasst, wird hier das Filament beim Leerlauf zurückgezogen, um ein "Ausrinnen" zu verhindern. 

Das darf nicht zu weit gehen (verstopft den Druckkopf) und auch nicht zu Schnell gehen. 

Meine besten Erfahrungen habe ich mit einem Rückziehen von 65 mm und einer Geschwindigkeit von 20mm/sek gemacht. 

Seitdem hab ich kein Stringing mehr bei meinen Drucken. 

Druckdatei teilen 

Es kann mitunter vorkommen, dass es besser ist, eine STL Datei aufzuteilen. 
So können Details besser gedruckt werden, oder das Objekt passt sonst nicht in den Drucker. 
Man könnte sich dabei mit semiprofessionellen Tools behelfen, aber Windows 10 bietet mit dem 3D Viewer eine einfache Möglichkeit, Objekte aufzuteilen.

Einfach importieren, das Objekt markieren und über Bearbeiten -> Aufteilen das Objekt zerteilen. 
Das ist wirklich kinderleicht und habe ich schon öfters verwendet. 

Druckqualität - CURA Einstellungen

Ich verwende für die Erzeugung von Druckfähigen Daten die "Gratis-Software" CURA. Das ist natürlich ein sehr umfangreiches Tool, mit enorm vielen Einstell- und Konfigurationsmöglichkeiten. 

Nach vielen hin und her und vielen Tests bin ich zu der Erkenntnis gekommen, das man ruhig von den "Besten" Abschauen kann. Ich habe mir die Konfigurationseinstellungen der Webseite www.gambody.com abgeschaut, und entsprechende Profile angelegt. 

Passend für Figuren und Raumschiffe bzw. sonstige Objekte. Die Druckqualität mit diesen Einstellungen ist fantastisch. 

Generell kann man die Seite www.gambody.com nur empfehlen, die angebotenen Druckdaten sind extrem gut, und das Geld absolut wert. 

Leveling

Das einstellen der Höhe des Druckbettes ist eines der wesentlichsten Punkte, die für den Druckerfolg entscheidend sind. 

Ich mache das nach ca. jedem 10 Druck bzw. wenn ich den Drucker physisch belaste. 

Empfehlen kann ich dabei nur eine sogenannte 5-Punkt Level Prozedur. Hierbei werden die 4 Eckpunkte eingestellt und zur Kontrolle die Mitte. 

Mit diesem Code habe ich ausgezeichnete Erfahrungen gemacht, und das Leveling dauert bei mir keine 3 Minuten mehr. 

5 Punkt Bed Leveling - Thingiverse

Wird die erste Schicht gedruckt, fahre ich immer mit den Finger über die gedruckten Linien. Diese sollten sich nicht lösen. Tun sie es trotzdem, muss nochmal gelevelt werden. 

Druckqualität - Geschwindigkeit

Oft liest man, dass das Druckbett des Ender 3 uneben ist, oder die Haftung so schlecht ist. 
Anfangs habe ich entsprechende Haftmittel versucht, und hatte kaum bessere Erfolge damit. 

Mit dem 5-Punkte Leveling wurde es massiv besser, aber doch kam es immer wieder zu Problemen, vor allem bei kleinen Flächen. 

Meine Große Empfehlung dabei ist: Druckt die ersten Schichten sehr langsam, die Erfolgsquote steigt damit massiv.
Und Verwendet bei kleineren Flächen die Option BRIM bei Cura. Diese legt um das Objekt herum noch weitere Linien und macht die Auflagefläche somit größer. 

Meine Einstellung ist hier: das ich die ersten 4 Schichten mit einer Geschwindigkeit 10 mm/sek drucke und die weiteren Schichten mit rund 45 mm/sek.

Druck Nachbearbeitung

Damit der Druck für die Lackierung eine glatte Oberfläche hat, empfehle ich eindeutig die Verwendung einer Sprühspachtel aus der Dose. 

Einfach mehrere Schichten drübersprühen und anschließend nass verschleifen. Im Großen und Ganzen erzielt man damit die besten Ergebnisse. 

Gerät Ausschalten, wenn Druck beendet 

Das sich der Drucker nicht selbst abschaltet, wenn der Druck beendet ist war etwas das mich immer gestört hat. 

Ich habe gerade zu Beginn sehr viel recherchiert zu diesem Thema, und manche Lösungen waren gelinde gesagt "sehr komplex" 

Eine einfache und kostengünstige Lösung ist eine Progammierbare Steckdose. Dieser lernt man den Standby-Betrieb des Druckers an, und sobald dies erreicht ist, schaltet die Steckdose ab.

Hier die Steckdose die bei mir nun im Einsatz ist: Amazon-Link programmierbare Steckdose

 

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