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Creality Ender 3 Pro

Die Zukunft hat Einzug gehalten in mein Bastelzimmer. Ein runder Geburtstag bescherte mir ein tolles und faszinierendes Geschenk. Einen Creality Ender 3 Pro. 

Immer wieder sah ich in diversen Foren und Facebook-Gruppen Menschen, die faszinierendes mit einem 3D Drucker im Modellbaubereich vollbringen. Über Monate hinweg wurde der Wunsch nach so einem Gerät immer größer bei mir. 

Welche Technik?

Ich begann dann zu recherchieren, und informierte mich über die beiden gängigen Techniken - FDM und DLP. 

  • FDM - Bei dieser Technik wird das Modell mittels eines geschmolzenen Plastikfadens nachgebaut. der Druckkopf zieht den Faden entsprechend den Vorgaben und das Modell entsteht
    Vorteil - günstig in der Anschaffung und im Betrieb
    Nachteil - Glatte Flächen sind nicht möglich, Kleinste Details sind nicht abbildbar
  • DLP - Hier wird mittels UV-Licht Resin Schicht für Schicht gehärtet. 
    Vorteil - Glatte Flächen und kleinste Details darstellbar.
    Nachteil - Geruchsbelästigung, Fehleranfällig, Teuer in Anschaffung und Betrieb. 

Nachdem ich praktische Beispiele begutachtet habe, war für mich klar, das ich mit einem FDM-Drucker weiterarbeiten möchte. Die Nachteile können mit diversen Einstellungen auf ein Minimum reduziert werden. Das Internet bietet eine Unzahl an Hilfeseiten für diese Fälle. 

Welches Gerät?

Nach Zahlreichen Recherchen bin ich zum Entschluß gekommen, das der Preis eines Gerätes nicht für die gedruckte Qualität ausschlagend ist, und das man auch mit "billigen" Geräten sehr gute Ergebnisse erzielen kann. 

Schlußendlich fiel die Wahl auf den Ender 3 Pro von Crealtiy. Für dieses Gerät gibt es zahlreiche Seiten, die optimierte Profile für Cura anbieten, und auch sonst zahlreiche Tipps und Tricks liefern. Und die gezeigten Ergebnisse beindruckten mich sehr. 

Zu meinem Geburtstag wurde mir dann von meiner geliebten Ehefrau folgendes Paket überreicht. 

Lieferzustand des Ender 3 Pro

Das Paket wurde natürlich gleich geöffnet, und innen drinnen sah alles perfekt aus.
Die einzelnen Komponenten waren perfekt eingepackt, und ich machte mir bezüglich ev. auftretender Transportschäden nun überhaupt keine Sorgen. 

Die einzelnen Komponenten des Ender 3 Pro

Beigelegt war ein beidseitig bedrucktes Blatt, das in mehreren Schritten, anhand von Bildern den Zusammenbau erklärt. Einfach, leicht verständlich und nach rund 40 Minuten sah der Drucker schon nach einem Drucker aus. 

Der Ender 3 Pro ist zusammengebaut

Hier wurde ich dann kurz etwas stutzig, im positiven Sinne. in jedem Aufbauvideo oder -bericht, sind immer die gleichen Probleme beschrieben. 

  • das Bett ist nicht eben
  • der Lüfter des Mainboards zeigt nach oben
  • der Boden ist schief vormontiert
  • man sollte alles nochmal genau auf Verzug kontrollieren

Ich habe nach dem Zusammenbau zur Sicherheit alles mehrmals kontrolliert, und konnte keinen dieser Fehler feststellen. Auch der Lüfter des Mainboards wurde auf die Seite gelegt. Ich habe hier also eine Weiterentwicklung enthalten, bei dem die gröbsten Probleme behoben sind. 

Ich konnte also mit dem "Leveling" weitermachen und den ersten Testdruck starten. 

Das Leveling

Das Leveling ist mitunter die wichtigeste Einstellung beim 3D Druck. Der Abstand zwischen Nadel wird in allen Bereichen so eingestellt, dass er möglichst knapp ist, und die Nadel nicht in das Bett fährt (und somit zerkratzt). Dafür stellt man die Schrauben unter halb des Bettes so ein, dass das Bett ganz unten ist. Dann fährt man den Kopf an die gewünschte Stelle, und erhöht mittels der Schraube das Bett, bis ein Blatt Papier zwischen Düse und Bett nicht mehr hin- und hergeschoben werden kann. Diesen Vorgang wiederholt man an allen Ecken mehrmals bis es passt. Dann sollte das Bett aufgeheizt werden, und der Vorgang nochmal wiederholt werden, da es durch das Aufwärmen zu Veränderungen kommen kann. 
Jetzt wird die Düse aufgeheizt und das Filament eingezogen, und schon kann der erste Druck beginnen. Das System ist echt supereinfach.

 

Der erste Testdruck läuft

Nach rund 5 1/2 Stunden sah das Ergebnis so aus. 

Der erste Testdruck ist fertig

Die Stützstrukturen (Supports) konnten leicht abgebrochen werden, und der erste Druck war fertig. 

Die ersten Testdrucke

Creality liefert auf seiner SD-Karte ein fix und fertigen Hund mit. Das Ergebnis ist sehr beeindruckend. Verwendet wurde hier das beigelegte Filament

Der erste Testdruck ohne Support

Als zweiten Druck habe ich Tiffany mittels Cura umgewandelt, verwendet wurde hier ein neues Filament in Schwarz und in Weiß. 

Der zweite Testdruck ist fertig

Fazit

Alles in allem bin ich extrem positiv Überrascht. Trotz des "geringen" Preises erhält man ein tolles Gerät mit dem schon Out of the Box sehr sehr gute Ergebnisse erzielen kann. Der Aufbau und die Einrichtung klappten absolut problemlos, und ich fange nun langsam an, Modelle auszudrucken und weiterzuverarbeiten. 

Ich werde weiter darüber berichten.

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