Im allgemeinen Verständnis gibt es beim 3D-Druck vor allem zwei verbreitete Techniken: FDM und Resin. Eine weitere Technologie ist derzeit im Kommen und auf dem Weg, den Heimmarkt zu erobern: der UV-Druck.
Die Techniken von FDM und Resin sind schnell erklärt. Während ein FDM-Drucker geschmolzenes Filament für den Aufbau eines 3D-Drucks verwendet, härten Resin-Drucker Schicht für Schicht flüssiges Resin aus, um ein Modell zu erzeugen.
Und jetzt wird versucht, die Möglichkeiten des UV-Drucks auch für den Heimmarkt zugänglich zu machen.
UV-Drucker gibt es im professionellen Bereich schon länger. Sie sind aber meist sehr groß, aufwendig und für eine Privatperson kaum leistbar.
EufyMake hat mit dem E1 via Kickstarter diese Technik nun zu einem halbwegs akzeptablen Preis einer breiteren Masse zugänglich gemacht.
Was ist aber überhaupt ein UV-Drucker?
Am ehesten kann man diese Technik mit einem klassischen Tintenstrahldrucker erklären. Farbe bzw. UV-Tinte wird auf das Objekt aufgebracht und mittels UV-Licht direkt ausgehärtet.
Man kann bereits bestehende Objekte farbig oder auch mit einer fühlbaren 3D-Textur bedrucken – beispielsweise Schneidebretter, Pins, T-Shirts oder Kappen. Mit entsprechenden Verfahren lassen sich aber auch dreidimensionale Objekte Schicht für Schicht aufbauen.
Für solche Objektdrucke gibt es auch ein wasserlösliches Material, das ähnlich wie eine Stützstruktur funktioniert.
So habe ich beispielsweise Bilder von Tabletop-Figuren gesehen, die bereits fertig bedruckt und farbig aus dem Drucker kommen.
Was sind die Vorteile?
Natürlich zuerst einmal die Farbpalette, die gedruckt werden kann. Durch das Mischen der einzelnen Farben lässt sich ein sehr großes Farbspektrum direkt auf das Objekt bringen.
Auch das Thema Supports kann bei entsprechenden Objektdrucken anders gelöst werden. Wasserlösliches Stützmaterial kann das eigentliche Objekt während des Drucks umgeben und anschließend einfach ausgewaschen werden.
Was sind die Nachteile?
Eufy bringt das Gerät aktuell zu einem Preis von rund 1.900 Euro auf den Markt, was natürlich weiterhin eine Menge Geld ist.
Auch die Materialien sind nicht gerade günstig. So würde eine fertig bedruckte Tabletop-Figur aktuell wahrscheinlich auf etwa 7 bis 9 Euro Materialkosten kommen. Ich habe das in einem Video als Richtwert gehört.
Mein Fazit
Der Anwendungsbereich richtet sich aktuell meiner Meinung nach eher an kreative Kleinunternehmer, die verschiedenste Objekte in guter Qualität und mit viel Farbe bedrucken möchten.
Darauf fokussiert sich beispielsweise auch Eufy auf seiner Homepage.
Für Modellbauer ist das Ganze vielleicht sogar schon zu perfekt. Denn welcher Modellbauer möchte seine Figuren schon fix und fertig aus dem Drucker holen und sonst nichts mehr damit zu tun haben? 😉