Filamentkalibrierung beim Snapmaker U1

Der Snapmaker U1 liefert von Haus aus schon viele automatisierte Kalibrierungsmethoden. Wie man noch ein bisserl mehr aus den Filamenten herausholen kann, erkläre ich euch hier.

Beim Snapmaker U1 muss man bei diesem Thema aber definitiv von Feintuning und nicht von einer notwendigen Kalibrierung sprechen.

Wann empfehle ich ein Feintuning?

Beim Filamentwechsel nutze ich generell nur die automatisch durchführbare Pressure Advance Calibration, um einen guten Fluss zu garantieren. Verwendet man außergewöhnliches Filament oder hat man mit Problemen zu kämpfen, würde ich einen Schritt weitergehen.

Damit meine Probleme wie zum Beispiel:

  • Stringing
    • wobei ich feine Fäden generell ignoriere. Die lassen sich mit einem Fön problemlos entfernen und der Kalibrierungsaufwand steht sich dafür nicht
  • schlechtes Druckbild vor allem in der letzten Schicht

Oft liest man von Experten im Web, dass das Filament zu feucht ist. Das würde ich aber vor allem dann in Betracht ziehen, wenn man Spezialfilamente wie TPU verwendet oder das Gerät beispielsweise in einem feuchten Keller stehen hat.

Bei normalen Wohnbedingungen und gängigen Filamenten wie PLA oder PETG hatte ich persönlich damit bisher eigentlich keine Probleme.

Welche Schritte kann man durchführen?

Der OrcaSlicer im Allgemeinen und damit auch der hauseigene Snapmaker Orca bietet oben in der Menüleiste einen eigenen Punkt mit verschiedenen Kalibrierungsdrucken an.

Empfehlenswert sind: 

  • Tempature Tower
    • Zum Ermitteln der optimalen Drucktemperatur
  • Flow Rate
    • Ein zweigeteilter Test, um die optimale Flussrate zu ermitteln
  • Max Flow Rate
    • Hier geht es darum, die maximal mögliche Flussrate zu ermitteln
  • Retraction
    • Hilft dabei, die optimalen Einstellungen für den Rückzug des Filaments zu finden und beispielsweise Stringing zu reduzieren

Orca bietet eine Detaillierte Übersichtsseite wo erklärt wird, wie diese Drucke funktionieren und wie die Ergebnisse zu interpretieren sind

Wie speichert man die Profile ab? 

Was man nun nicht machen sollte, ist, die neuen Einstellungen über das bestehende Standardprofil zu speichern. Was man nämlich immer bedenken muss: Dieses Feintuning gilt im Prinzip nur für diese Filamentrolle und im weiteren Sinne für diesen Filamenttyp.

Also immer unter einem selbst gewählten Namen bzw. Code für Filamentrolle und Typ abspeichern, damit man selbst den Überblick nicht verliert.

Weitere Tipps

Weitere Tipps und Erfahrungen zum Snapmaker U1 mit empfehlenswerten Drucken und Zubehör findest du unter Tipps & Tricks für den Snapmaker U1.

Welches Filament bei mir in Verwendung ist, kannst du unter Filamenttipps in der Praxis nachlesen.

Artikel teilen
Facebook Reddit

Frage zu diesem Artikel?

Du hast eine Frage zu diesem Modell oder Beitrag? Schreib mir gerne eine Nachricht.

Kontakt aufnehmen
Mehr Einblicke auf Instagram Work in Progress, neue Projekte und Details hinter den Kulissen. @goose64666